Screening auf Schwangerschaftsdiabetes

SChwangere Frau überprüft ihren Blutzuckerspiegel auf Schwagerschaftsdiabetes

Das Ziel einer umfassenden Schwangerenbetreuung bei Ihrer Frauenärztin Charlottenburg Dr. Eva Dudik ist die Früherkennung möglicher Veränderungen, die vom normalen Schwangerschaftsverlauf abweichen. Zu den wichtigsten Schwangerschaftserkrankungen gehört heute der Schwangerschaftsdiabetes. Diese mittlerweile häufig auftretende Störung der Blutzuckerregulation sollte frühzeitig erkannt werden, um Schwangerschaftskomplikationen, problematische Geburtsverläufe sowie spätere Stoffwechselerkrankungen beim Kind und/oder bei der Mutter zu verhindern.
Insbesondere vor der Schwangerschaft und im ersten Schwangerschaftsdrittel kann durch eine ausgewogene Ernährung, durch regelmäßige Bewegung und Vermeidung von Stress eine übermäßige Belastung des Regulationssystems vermieden und somit das Risiko des Eintretens eines Gestationsdiabetes minimiert werden.

Ist ein Screening nach Schwangerschaftsdiabetes sinnvoll?

Aus medizinischer Sicht lautet die Antwort eindeutig „ja“. Dazu können folgende Argumente anführt werden:

  • Der Gestationsdiabetes tritt häufig auf. In Deutschland geht man je nach Definition von 1-3 Erkrankten auf 100 Schwangerschaften aus.
  • Auch zunächst gesunde Frauen sind betroffen. Ätiologisch spielen hier familiäre Prägungen oder bereits überwundene Ernährungsstörungen (zum Beispiel Fehl- oder Mangelernährung) eine wesentliche Rolle, welche das Blutzuckerregulationssystem bereits zu Schwangerschaftsbeginn stark belasten.
  • Ein unerkannter Schwangerschaftsdiabetes stellt ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko für Mutter und Kind dar.

Welche Untersuchungsmethoden sind für das Screening geeignet?

Die Mutterschaftsrichtlinie schreibt ein zweiseitiges Vorgehen vor. In der 24.-28. Schwangerschaftswoche wird das Blutzuckerregulationssystem durch die orale Gabe von 50g Traubenzucker getestet und nach einer Stunde geprüft (sogenannter „50g-Provokationstest“).
Aufgrund einer eingeschränkten Zuverlässigkeit dieser Methode muss ein auffälliges Ergebnis durch einen weiteren Test abgeklärt werden. Beim 75g oralen Glukosetoleranztest erhält die Schwangere 75g Traubenzucker auf nüchternen Magen. Es werden der Nüchtern-Blutzuckerwert sowie der Blutzuckerwert nach 1 Stunde und nach 2 Stunden kontrolliert.

Welche Behandlungsstrategien gibt es beim Schwangerschaftsdiabetes?

Zeigen sich beim oralen Glukosetoleranztest auffällige Werte, erfolgt eine Überweisung zum Diabetologen. Dieser veranlasst dann bei der Schwangeren ein Blutzuckertagesprofil. Dabei werden im Tagesverlauf mehrere Blutzuckerwerte bestimmt und ausgewertet. Diätetische Maßnahmen beziehungsweise eine Insulintherapie werden gemeinsam besprochen.
Die Gestationsdiabetikerin wird interdisziplinär durch eine intensive Schwangerenbegleitung und Stoffwechseleinstellung betreut.

Für weitere Fragen wenden Sie sich gerne an Ihre Gynäkologin Dr. Eva Dudik in Berlin-Charlottenburg.