Individuelle Antikonzeption

Frauenaerztin Dr. Dudik, Verhütungsberatung

Durch moderne Verhütungsmittel und Methoden ist es heute möglich, die Familien- und Lebensplanung selbst zu bestimmen. Das vielseitige Angebot an Verhütungsmitteln ermöglicht es, die passende Methode für jede Frau, jedes Alter und jeden Lebensstil zu finden.

In unserer Praxis in Berlin Charlottenburg beraten wir unsere Patientinnen ausführlich zu den unterschiedlichen Verhütungsmöglichkeiten.

 

Was sollten Sie bei der Wahl des Verhütungsmittels beachten?

Bei der Wahl der Verhütung sollten Sie sich vorab einige Gedanken zu folgenden Fragen machen:

  • Welche Art von Beziehung führen Sie?
  • Möchten Sie natürlich oder chemisch verhüten?
  • Bestehen Vorerkrankungen (z.B. Herzprobleme, Bluthochdruck)?
  • Wie sicher sollte Ihr Empfängnisschutz sein?
  • Möchten Sie sich auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen?
  • Stört es Sie, täglich hormonelle Verhütungsmittel einzunehmen oder bevorzugen Sie eine einmalige langfristige Verhütung?
  • Planen Sie in den nächsten 12 Monaten schwanger zu werden?

 

Welche Verhütungsmethoden werden in unserer Praxis angeboten?

  • Spirale
  • Vaginalring
  • Pille und Minipille
  • Diaphragma
  • Hormonimplantat
  • Dreimonatsspritze
  • Verhütungspflaster
  • Die Pille danach

Gemeinsam besprechen wir Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten und der individuellen Wünsche unserer Patientinnen. Die Empfehlung für ein Verhütungsmittel wird jedoch nicht leichtfertig getroffen. Auch der gesundheitliche Zustand und die Krankengeschichte unserer Patientinnen beziehen wir in unsere Empfehlung mit ein.

 

Verhütung nach der Geburt: Was sollten Sie beachten?

Wann Paare nach der Geburt wieder sexuell aktiv werden, ist von Paar zu Paar unterschiedlich. Die Heilung Ihrer Geburtsverletzungen und Ihr persönliches Empfinden spielen hierbei eine große Rolle.

Sind die Geburtsverletzungen verheilt und Ihr Arzt gibt Ihnen grünes Licht, gibt es einige Dinge, die Sie in Sachen Verhütung unbedingt beachten sollten.

Um nach der Geburt richtig zu verhüten, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt darüber sprechen, denn nicht alle Verhütungsmittel können in diesem Zeitraum unbedenklich verwendet werden.

 

Kondom und Diaphragma

Sowohl Kondom, als auch Diaphragma eignen sich bestens zur Verhütung in der Zeit nach der Schwangerschaft, da sie keine Hormone enthalten und somit den Hormonhaushalt nicht durcheinanderbringen und die Muttermilch und folglich Ihr Baby nicht beeinflussen können.

Ein zusätzlicher Vorteil von Kondomen ist, dass das Infektionsrisiko nach der Geburt vergleichsweise gering gehalten wird.

 

Pille oder Minipille

Die Kombinationspille wird während der Stillzeit nicht empfohlen, da sie Östrogene enthält. Dies sind Hormone, die die Milchproduktion beeinflussen können und diese sichtlich verringert.

Die Minipille enthält kein Östrogen, sondern lediglich ein niedriger dosiertes Gestagen. Dies hat keinen Einfluss auf die Milchproduktion und kann frühestens 6 Wochen nach der Geburt eingenommen werden.

Ein Nachteil der Minipille ist die strenge Einnahmezeit. Durch die niedriger dosierte Hormonmenge ist es wichtig, die Pille immer zur gleichen Uhrzeit einzunehmen, um die verhütende Wirkung aufrecht zu erhalten. Oft kommt es jedoch vor, dass neue Mütter die Einnahme in den ersten Wochen durch den neuen, oft chaotischen Schlaf- und Tagesrhythmus vergessen.

 

Spirale

Auch eine Spirale kann während der Stillzeit verwendet werden, da sie keinen Einfluss auf das Baby oder die Milchproduktion hat. Bis zum Einsetzen der Spirale müssen jedoch einige Wochen (mindestens 8 Wochen nach der Geburt) vergehen, da sich die Gebärmutter hierfür komplett zurückgebildet haben muss.

Der Nachteil einer Spirale ist die langfristige Bindung an eben diese. Die Kosten und der Aufwand für das Einsetzen einer Spirale sollten nur auf sich genommen werden, wenn Sie planen, diese auch für längere Zeit zu verwenden.